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Von zählebigen Standards
Bei E-Mail regiert immer noch die EDV-Steinzeit. Doch wer sicher gehen will,
daß alle Empfänger der E-Mails diese tatsächlich auch lesen können, sollte
sich tunlichst an die steinzeitlichen Regeln halten. Das ist letztlich
jedoch nicht wirklich schlimm, denn wer sich an das interessante Motto
"informieren statt präsentieren" hält, bringt auch mit einfachen Mitteln seine
Botschaft ans Ziel.
Eine recht ausführliche und gut lesbare Dokumentation hat der Marketing-Spezialist
Klaus Arnhold zusammengestellt. Diesen Text können Sie jetzt sofort über einen
Autoresponder abrufen. Dazu schicken über den folgenden Link eine leere E-Mail hinaus:
mailformat@netpromotions.de -
der Autoresponder schickt Ihnen automatisch einen Text zur Lektüre zu.
Regeln für E-Mails
Nachfolgend seien die wichtigsten Regeln für universell
lesbare E-Mails zusammengefaßt.
Zunächst sollten Sie sich vor Augen halten, daß Sie - zumindest bei Aussendungen an persönlich
nicht bekannten Adressaten - über das Zielsystem nichts wissen. Sie kennen weder
das Betriebssystem und den darin verwendeten Zeichensatz noch das E-Mail-Programm oder
die Einstellungen beim Benutzer. Sollen die E-Mails überall lesbar sein, halten
Sie sich besser an Standards, die überall funktionieren.
Keine Umlaute
Unterschiedliche Betriebssysteme kodieren die Sonderzeichen verschieden, darum sind
Umlaute nicht übergreifend als solche korrekt zu lesen. "MIME", eine Erweiterung des
ursprünglichen 7-Bit-Standards, soll dennoch den Austausch von Umlauten (und angehängten
Dateien) ermöglichen. Das funktioniert vielleicht immer öfter, aber keinesfalls immer.
Wenn das Zielsystem nicht bekannt ist, also ganz besonders bei Mailinglisten, sind
Umlaute zu meiden. Sonst könnte Ihr schöner und wichtiger Text leicht so
aussehen:
"3D CAD L=F6sung mit high-end Funktionalit=E4t, die
erschwinglich ist und einfach anzuwenden, sowie unser neues Subscription
Modell (3D CAD L=F6sung mit high-end Funktionalit=E4t zum = Preis einer 2D
Standardsoftware).
Kein HTML
HTML ist "schön bunt", aber sehr viele E-Mail-Programme können mit HTML-Mails
nichts anfangen. Leider ist HTML bei MS Outlook (Express) und Netscape Messenger
als Vorgabe eingestellt. Dies sollten Sie tunlichst ändern, sonst kommt bei vielen
Empfängern nur ein Dickicht aus HTML-Code an. Theoretisch könnten Sie eine HTML-Datei
an die E-Mail anhängen - doch wer will schon einen Browser von der Platte wuchten,
nur um eine E-Mail zu lesen?
Keine Word-Dateien anhängen
Weitverbreitet ist die Unsitte, ungefragt Word-Dateien zu verschicken.
Es gibt jedoch tatsächlich Personen, die
ihre Software nicht bei Microsoft zu kaufen. Die können wahrscheinlich mit den Dateien
nichts anfangen. Zudem vervielfacht sich durch dieses Format der Datenumfang ohne
zwingenden Grund, und es besteht die Gefahr der Übertragung von Makroviren.
Für kurze Mitteilungen ist deswegen einfaches 7-Bit-ASCII ohne Umlaute zu empfehlen.
Sollte der Text zur Weiterverarbeitung bestimmt sein, sind HTML oder RTF geeignete
Alternativen.
Große Anhängsel packen und ankündigen
Wenig nett ist es, zum Beispiel riesige Bilder ohne Ankündigung
und ungepackt per Mail zu verschicken. Denn der Empfänger wird
wahrscheinlich leicht blaß um die Nase, wenn er zur teuersten Telefonzeit "mal eben"
E-Mails abholen will, und dieser gewaltige Brocken braucht eine mittlere Ewigkeit
an Ladezeit. Nicht jeder hat eine Standleitung. Darum: Große Sendungen ankündigen -
und mit einem "Packer" komprimieren. Das am weitesten verbreitete Format ist "ZIP".
Ein Packer für dieses Format gehört in jeden Computer-Werkzeugkasten.
Keine komplizierte Formatierung
Vermeiden Sie es, mit Tabulatoren oder bestimmten Schriften z.B. Tabellen
einrichten zu wollen. Dies wird je nach E-Mail-Programm oder Betriebssystem
nicht funktionieren. So wird zwar oft empfohlen, eine "nichtproportionale" Schrift
(gleiche Abstände für alle Buchstaben) einzustellen. Doch nicht jeder hält sich
daran - ich zum Beispiel auch nicht.
Nicht zu lange Zeilen schreiben
Wie so vieles wird Ihnen meist auch nicht bekannt sein, wieviel Zeichen pro Zeile
beim Empfänger gut lesbar sind. Möglicherweise rollen überstehende Zeichen
rechts heraus, vielleicht macht das Programm (oder gar Terminal) seine
Zeilenumbrüche zum Beispiel nach 80 Zeichen. Es kann jedenfalls recht
unerquicklich aussehen, wenn beim Empfänger mehr oder weniger willkürlich
Umbrüche eingefügt werden. Dies können Sie vermeiden, indem Sie vor Erreichen der
80 Zeichen selbst einen Umbruch einfügen - einfach mal öfter auf die große
Taste klopfen.
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