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Von Listservern und Gratisdiensten

Mailinglisten aller Art werden meist über Listserver abgewickelt. Listserver sind Programme, die auf die Verteilung von E-Mails spezialisiert sind. Das heißt: eine E-Mail rein, tausende raus - eben soviel, wie Leser eingetragen sind.

Der bekannteste Vertreter dieser Gattung ist Majordomo für Unix. Dieses Programm ist erhältlich unter:

ftp://ftp.greatcircle.com/pub/majordomo/
ftp://ftp.sgi.com/other/majordomo/

Bevor Sie sich gleich auf den Download stürzen: Die Konfiguration sollte ein Unix-Kenner durchführen (ich bin keiner).

Als Alternative kann man eine Liste auch bei Gratisdiensten wie http://www.onelist.com/ betreiben. Das ist völlig in Ordnung für private Listen oder solche von kleinen Firmen. Bei größeren Unternehmen wird man aber wohl eine Adresse unter der eigenen Domain haben wollen - und volle Kontrolle über den Adreßbestand und die Software.

Bestellung bei Majordomo

Die Benutzer wie auch die Administratoren steuern so einen Listserver über Befehle per E-Mail. Die wichtigsten davon sind naturgemäß die zur An- und Abmeldung. Bei Majordomo lautet die Syntax so: E-Mail schreiben an: majordomo@firma.de
mit dem Inhalt im Textfeld:
subscribe Listenname

Vereinfachter Ablauf

Solche Festlegungen auf eine Syntax sind eine schwerwiegende Fehlerquelle. Viele Benutzer, die mit einem Listserver noch nie zu tun hatten, werden bei diesem Ablauf Fehler machen. Darum sollte man den Interessenten die An- und Abmeldung erleichtern.

Formular im Web

Eine übliche Anmeldehilfe ist ein Formular auf der Website. Die Interessenten geben dort ihre E-Mail-Adresse ein, und ein Skript generiert daraus die E-Mail zur Anmeldung beim Listserver.

Zum Teil wird das gleiche oder ein anderes Formular auch für die Abmeldung verwendet. Darauf kann man jedoch verzichten, wenn so verfahren wird, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.

Steuerung über E-Mail-Adressen

Die Bestellung der Mailingliste sollte so einfach wie möglich sein und auf mehreren Wegen erfolgen können. Neben der Bestellung per Formular sollte auch eine Bestellung per E-Mail möglich sein, und zwar nicht nur über die relativ komplizierte Syntax der Listserver. Bewährt hat es sich, spezielle Adressen für Bestellung und Abbestellung vorzusehen. Man schreibt einfach an diese Adressen mit selbsterklärenden Namen, der Rest geht automatisch. Beispiel:

bestellen@cad-info.hanser.de
abbestellen@cad-info.hanser.de

Diese Adressen werden dann an den Schluß jedes Mailings angehängt, siehe auch Beitrag Aufbau von Mailinglisten

Die Angabe auch der Bestelladresse ist wichtig, weil gelegentlich Leser eine Ausgabe an andere Interessenten weiterleiten. Die sollen sofort sehen, wie sie den Dienst auch bestellen können.

Archiv im Internet anlegen

Für sehr viele Mailings ist ein HTML-Archiv eine sinnvolle Funktion. Die Vorteile:

  • Interessenten können vor der Bestellung beurteilen, ob sie bestellen wollen,
  • das Archiv läßt sich mit einer Suchfunktion ausstatten und bildet dann im Laufe der Zeit eine richtige Volltextdatenbank,
  • Suchmaschinen erfassen die Seiten und führen dem Dienst immer wieder neue Leser zu.
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