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Die gedruckten Visitenkarten, wie sie in der realen Welt in Mengen kursieren, haben im Internet ihre Entsprechung: Signaturen, auch bekannt als "Sig" oder "Footer". Dabei handelt es sich um Texteinträge, die automatisch an das Ende von E-Mail-Texten oder Diskussionsbeiträgen in Newsgroups und Mailinglisten angefügt werden. Diese Signaturen geben Auskunft über den Verfasser, seine Funktion im Unternehmen und darüber, auf welchen Wegen er oder sie erreichbar ist.

Signaturen können je nachdem, wo sie verwendet werden, unterschiedliche Funktionen ausüben, die unter Umständen durchaus für das Marketing sehr relevant sein können.

Die vordergründige und meist auch wichtigste Funktion der Signatur ist die Angabe von Adreßinformationen (Homepage, E-Mail, Telefon). Sehr wichtig ist jedoch auch eine kurze Darstellung Ihrer Aktivitäten - die durchaus etwas werblich eingefärbt sein darf. Unseriöse Prahlerei ist jedoch zu vermeiden.

Beispiel

Nehmen wir an, Sie sind Inhaber eines HiFi-Fachgeschäftes und nehmen regelmäßig an Diskussionen über Musik und HiFi-Anlagen teil. Ihre Beiträge werden hoffentlich fundiert und nicht werblich sein. Sie reden einfach mit, helfen Interessenten ganz sachlich bei der Beurteilung von Komponenten und erklären technische Zusammenhänge. Dadurch zeigen Sie Kompetenz und machen sich bei Ihren potenziellen Kunden nützlich, ohne aufdringlich zu sein, ohne vordergründige "Verkaufe". Mit der Zeit werden die Teilnehmer Sie jedoch zu schätzen wissen und Vertrauen gewinnen. Und wenn die Zeit für einen Kauf gekommen ist, wird sich mancher an Sie erinnern.

Ihre Signatur könnte zum Beispiel so aussehen:

--
HiFi Lauscher - damit aus Klaengen Musik wird
info@lauscher.de --- http://www.lauscher.de/
HiFi-Lehrgang per E-Mail abrufen: autoresponder@lauscher.de

Aufbau der Signatur

Schauen Sie sich an diesem Beispiel den Aufbau einer Signatur an.
Grundsätzlich soll eine Signatur kurz sein. Vier Zeilen sind die Obergrenze - wie Sie an obigem Beispiel sehen, können drei Zeilen auch reichen.

Die Beispielsignatur besteht aus folgenden Elementen:

  • Trennzeichen:
    Zur Trennung vom Text der E-Mail werden zwei Bindestriche verwendet, gefolgt von Leerzeichen und einem Enter (die ganz große Taste). Die beiden Bindestriche mit dem nachfolgenden Leerzeichen werden von manchen Programmen verwendet, um Signaturen zu erkennen. Beim Listserver "Majordomo" zum Beispiel heißt dies: "Hier sind die Befehle zu Ende."
  • Ihr Werbemotto:
    Diese Zeile besagt, was Sie Kunden bieten können.
  • Kontaktinformation:
    Im Beispiel sind die E-Mail- und Die Webadresse aufgeführt. Eine Verlängerung um eine Zeile zum Hinzufügen einer Telefonnummer ist noch akzeptabel.
  • Angebot per Autoresponder:
    In diesem Beispiel wird den Leser noch ein besonderes Schmankerl angeboten. Auf eine E-Mail an diesen Autoresponder bekommen die Absender automatisch einen für sie interessanten Text zugeschickt. Das besondere Angebot kann auch im Web zu finden sein, doch bei Verwendung eines Autoresponders können die Interessenten sofort reagieren, auch wenn sie gerade offline sind.

Bei Bedarf können Sie - zumindest in den besseren E-Mail-Programmen - mehrere Signaturen anlegen, zum Beispiel für private und geschäftliche Verwendung.

Wie Sie sehen, bieten diese wenige Zeilen vielfältige Möglichkeiten, um neue Interessenten zu gewinnen. Voraussetzung ist natürlich, daß Sie im Netz wirklich aktiv sind und nicht nur passiv Ihre Seiten ins Netz stellen und auf Besucher warten.

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