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Pest und Cholera des Internets

Fast jeder kennt sie, die lästigen Werbemails in denen unseriöse Einzelkämpfer für unseriöse Produkte werben. Solche E-Mails werden in großen Massen verschickt in der Erwartung, daß am Ende doch ein paar Kunden hängenbleiben. Bezeichnungen dafür sind z.B. Spam und UCE (unsolicited E-Mail).

Für seriöse Firmen kommen solche Praktiken des "Desperado-Marketings" selbst verständlich nicht in Frage. Aber die ständige Gefahr, in die Verteiler von "Spammern" zu geraten, zwingt jeden Nutzer des Internets zur Vorsorge.

Dieser Beitrag behandelt Konzepte, mit denen Sie sich mit sehr hoher Sicherheit gegen Spam schützen können.

Zu unterscheiden sind grundsätzlich drei Gefahrenquellen, hier in der Reihenfolge des Gefährdungsgrades:

Aktivitäten in Newsgroups

Wer sich an Newsgroups beteiligt, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit von E-Mail-Sammlern erfaßt.

E-Mail-Sammler im Web

Es wurde verschiedentlich berichtet, daß auch Programme unterwegs sind, um aus dem Web E-Mail-Adressen einzusammeln. Diese Gefahr betrifft fest eingetragene Adressen auf Webseiten, aber auch Beiträge in sogenannten "Boards" oder auch in Mailinglisten, die im Web ein Archiv haben.

Mißbrauch von E-Mail-Eintragungen in Formularen

Von seriösen Firmen ist nicht zu erwarten, daß sie E-Mail-Adressen weitergeben oder für unerbetene Aussendungen nutzen. Auszuschließen ist dies aber auch nicht, zumal bei dieser Fülle von Formularen, in denen Adressen abgefragt werden.

Wie man auf Basis von HTML Adressen im Web schützen kann, beschreibt Sven Lennartz auf folgender Seite: http://www.ideenreich.com/dr-ema5.shtml

Hier stelle ich Ihnen ein einfaches Konzept vor, daß bei konsequenter Anwendung mit hoher Sicherheit gegen unerwünschte E-Mails schützt:

Das Drei-Stufen-Konzept gegen Spam

Dieses Konzept beruht auf drei E-Mail-Adressen, die Sie je nach Gefährdungsgrad verwenden:

  1. Eine Adresse für Web-basierte E-Mail bei hoher Gefährdung
  2. Eine Adreßumleitung für geringe Gefährung
  3. Die "echte", direkte E-Mail-Adresse bei sehr hoher Sicherheit

Anwendung

Web-basierte E-Mail-Adresse

Für die höchste Gefährdung - Beiträge in Newsgroups - legen Sie sich eine Web-basierte E-Mail-Adresse zu. Das bedeutet, Sie suchen den Service mit dem Browser auf, geben dort Ihr Kennwort ein, und können dann E-Mails lesen und versenden. Solche Angebote gibt es (kostenlos) wie Sand am Meer. Eine gute Übersicht finden Sie unter: http://www.kostenlos.de/internet/
Die dort angelegte Adresse tragen Sie als Absender in Ihren Newsreader ein.

Die Abbildung hinter dem folgenden Link zeigt einen "vollgemüllten" Account bei Hotmail, dessen Inhalt auf Knopfdruck gelöscht wird. Eine Mail von "My Yahoo" (etwas heller dargestellt) wurde zuvorgelesen: Mein Hotmail-Mülleimer

E-Mail-Umleitung

Für geringere Gefährdung arbeiten Sie mit einer E-Mail-Umleitung. Das bedeutet: E-Mails, die an diese Adresse gehen, werden sofort an Ihre Hauptadresse umgeleitet. Ihre Antworten verschicken Sie dann mit der "richtigen" Adresse. Sollte jedoch die Umleit-Adresse irgendwann auf den Verteilern von Spamern stehen, tauschen Sie die Adresse einfach gegen eine andere aus. Ihr richtiger Account bleibt sauber.

Ihr Provider stellt Ihnen in der Regel mehrere Adressen zur Verfügung, von denen Sie eine als Umleitung verwenden können. Als Alternative bietet Ihnen auch http://www.gmx.de/
Adressen an, über die Sie Umleitungen einrichten können.

Typische Anwendungen für diese Adresse sind zum Beispiel: Auf Webseiten eingetragene Adressen, Mailinglisten mit Web-Archiv, Formulare bei Websites mit unklarer Seriösitat.

Haupt-E-Mail-Adresse

Ihre "normale" Adresse verwenden Sie vorzugsweise, um andere Personen direkt anzuschreiben. Bei Mailinglisten, Formularen und anderen Abfragen der E-Mail-Adressen ist es Ihrem Urteil überlassen, wie vertrauenswürdig Ihnen die Adressaten erscheinen. Bei Mailinglisten ist zu bedenken, daß Sie sich neu eintragen müssen, wenn Sie Ihre Umleitung einmal löschen sollten. Auch ist es dann nur fair, mit der alten Adresse zuvor eine Abmeldung durchzuführen, um den Inhabern der Listen nicht unnötig Arbeit aufzubürden.

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